Berufsorientierungsjahr BOJ (Metall)

Wie lange dauert der Unterricht?

Der Unterricht beginnt um 7:30 Uhr, jede Unterrichtsstunde dauert 45 min, und nach jeweils 2 Unterrichtsstunden wird eine Pause von 15 min eingelegt. Der Schultag endet nach der achten Unterrichtsstunde um 14:15 Uhr.

Welche Fächer werden im Berufsorientierungsjahr unterrichtet?

Die folgenden Fächer stehen auf dem Stundenplan:

  • Deutsch
  • Religion
  • Politik
  • Wirtschaftslehre
  • Sport
  • Technische Kommunikation/Informationstechnik
  • Technologie

In dem Berufsorientierungsjahr (BOJ) werden Schülerinnen und Schüler aufgenommen, die noch nicht über den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 verfügen. Das BOJ ist ein einjähriges Vollzeitschuljahr mit 34 Unterrichtsstunden pro Woche. Im berufsbezogenen Bereich wird der Unterricht in einer Orientierungsphase zur Berufsfindung in den Berufsfeldern Wirtschaft und Verwaltung, Metalltechnik und Ernährung und Hauswirtschaft angeboten.
Der erfolgreiche Besuch des BOJ endet mit dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9. Im Unterricht werden verschiedene Themen fächerübergreifend behandelt. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die selbstständige Arbeit der Schülerinnen und Schüler gelegt. Zu Beginn handelt es sich um kleine Projekte, die jede Schülerin und jeder Schüler für sich erledigt. Mit zunehmendem Fachwissen und Erfahrung werden die Projekte aufwendiger, so dass mehrere Schülerinnen und Schüler an einer Projektaufgabe arbeiten. Eines dieser Projekte ist die Herstellung eines Sextanten zur Ortsbestimmung von Sternen. Dieses Gerät wird von der AG Astronomie verwendet, sodass der Sextant nicht nur als Ausstellungsgegenstand dient, sondern tatsächlich benutzt wird.

Unsere Gesellschaft funktioniert in ihrer Komplexität, wenn ein möglichst großer Teil ihrer Mitglieder sich in ihre Regeln fügt und diese mit trägt. Wer das nicht tut, droht von dieser Gesellschaft ins Abseits gestellt zu werden (Arbeitslosigkeit, Sozialhilfe...). Bevor dies geschieht, geben wir mit unserem BOJ einer besonderen Schülergruppe die Möglichkeit, den Anschluss an eine Berufsausbildung zu finden. Ein Drittel der Wochenstunden wird mit fachpraktischer Ausbildung zugebracht. Um ihnen den Einstieg in die Arbeitswelt zu erleichtern, geben wir den Schülern die Möglichkeit, ein oder auch mehrere Praktika in Betrieben abzuleisten - mit dem Ziel einer möglichen Arbeits- oder Lehrstelle. Bei der Suche nach entsprechenden Betrieben helfen wir gegebenenfalls mit unseren Kontakten.

Eine besondere Aufgabe dieser Schulform sehen wir neben der Fachbildung in dem erneuten Regeltraining, da Defizite in diesem Bereich ein massives Hindernis bei der Integration in die Arbeitswelt darstellen.
Einige der angestrebten Ziele bzw. Regeln:

  • Pünktlichkeit, Sauberkeit (z.B. am Arbeitsplatz, in der Klasse ...)
  • Sauberkeit (z.B. am Arbeitsplatz, in der Klasse ...),
  • Zuverlässigkeit im Einhalten von Terminen,
  • soziales Verhalten gegenüber Mitschüler oder Mitarbeitern (anderen Kollegen oder Mitschülern helfen anstatt sie auszunutzen oder zu "mobben"),
  • Teamfähigkeit (wir arbeiten nicht gegeneinander, sondern miteinander),
  • freundlicher Umgang mit den Kunden unserer Firma (Praktikum),
  • Höflichkeit,
  • angemessenes Sprachverhalten pflegen,
  • Bereitschaft, Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen,
  • Verbesserung der Arbeitshaltung und Belastbarkeit (speziell freitags oder montags),
  • ...

Wir wollen die jungen Leute nicht der Sozialhilfe überlassen, sondern dazu beitragen, dass sie zu tragbaren, akzeptierten und tragenden Mitgliedern unserer Gesellschaft werden und ihr Leben in Verantwortung bewältigen.

 

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